Produktionstheorie
Begriff der Produktionstheorie
Die betriebswirtschaftliche Produktionstheorie untersucht die Wirkungszusammenhänge zwischen den Faktoreinsatzmengen und dem Erzeugnisausbringungsmengen produktiver Systeme. Diese Wirkungszusammenhänge werden durch Produktionsfunktionen
beschrieben.
Produktionsfunktion:
Produktionsfunktion: ist ein mathematisches Modell (formales System), das die in der Realität bestehende Beziehung zwischen den Erzeugnisausbringungsmengen und den Faktoreinsatzmengen durch eine Beziehung zwischen Zahlen abildet.
Für den Fall einer Einprodukt-Fertigung gilt die folgende allgemeine Produktionsfunktion:
x f (r , r ,..., rn )
wobei:
x[ME] : Ausbringungsmenge der Erzeugnisart (hervorgebrachtes Element)
r [FE] i : Einsatzmenge der Faktorart i mit i=1,2,…,n (Verbrauchselemente, produktives Element)
n : Anzahl der betrachteten Faktorarten
f : Transformationsgesetz im Sinne eines mathematischen Zusammenhangs,
zu verstehen als funktionale bzw. relationale Beziehung
Voraussetzungen
Anforderungen oder Voraussetzungen bezüglich der verwendeten Produktionsfunktion:
- Anwendbarkeit
Für jede Produktionsfunktion muss es Beispiele realer Produktionssituationen geben, auf die der entwickelte Formalismus angewendet werden kann.
- Realitätsnähe
Die anwendbaren Produktionsfunktionen müssen die wesentlichen Zusammenhänge zwischen den Faktoreinsatzmengen und der Ausbringungsmenge erfassen.
- Problemorientiertheit
In einer Produktionsfunktion sollen die wesentlichen Bestimmungsfaktoren für die Höhe der Faktorverbräuche enthalten sein.
- Handhabbarkeit
Die gewählte mathematische Struktur der Produktionsfunktion sollte keine überzogenen Anforderungen an die Bereitstellung und Verarbeitung der erforderlichen Informationen stellen.


